Maunz-Racing mit einem Top Ergebnis bei den iRacing 24h Nürburgring

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Nachdem das Rennen für uns kurzzeitig doch noch auf der Kippe stand, entschieden wir uns das Rennen zu Zweit anzugehen. Sicher nicht unmöglich, aber doch sehr sportlich.

Daher waren die Erwartungen auch gering. Wir wollten einfach teilnehmen und ins Ziel kommen. Wenn nötig über die Nacht abstellen und morgens weiter fahren.

Im Rennen waren auch einige IRL Rennfahrer wie Fabian Vettel, Christopher Zoechling, die uns auch lange dicht auf den Fersen waren, zeitweise auch vor uns, sowie Lucas Luhr, der im Sieger Team fuhr. Die Qualizeiten zeigten auch schon, dass einige schnelle Fahrer im Feld waren. Fehlerfrei durchzufahren war also enorm wichtig um nach Vorne zu kommen.

Schon in der ersten Runde gab es einen Dreher, der zum Glück ohne größere Schäden am Auto endete. Endgültig auf den letzten Platz versetzt, rechneten wir eher mit einem Top 40 Ergebnis. Aber nach dem kleinen Schreckmoment, hielten wir uns einfach aus allen Scharmützeln raus. Ließen alle schnelleren Autos vorbei und überholten möglichst vorsichtig. Ein paar kleinere Dellen konnten wir nicht ganz verhindern, aber wir mussten niemals zu einer langwierigen Reparatur in die Box.

So ging es dann Stück für Stück vorwärts, und am späten Abend waren wir schon in den Top 10 angelangt. Nun war die Frage, werfen wir es weg und gehen schlafen, oder ziehen wir es durch und versuchen noch in die Top 5 zu fahren.

Wir entschlossen uns schließlich es durchzuziehen. Um zumindest etwas Schlaf zu bekommen, fuhren wir in der Nacht Tripple Stints. Doch die wahre Herausforderung kam am Morgen. Da kam dann die Müdigkeit nochmal richtig durch. Wir hatten damit eher in der Nacht gerechnet.

Am Morgen hatten wir uns schon auf Platz 4 vorgefahren. Das Team auf Platz 5 war uns da noch dicht auf den Fersen. Ein Fahrer dieses Teams fuhr mehr als 40 Runden am Stück. Bei einer Rundenzeit von ca. 8:20-8:30 min kann man sich ausrechnen, wie lange das war.

Schließlich zahlte sich die Strategie aus und wir konnten Platz 4 nach Hause fahren. Harte 24h die sich aber gelohnt und eine Menge Spaß gemacht haben. Jeder hat 12h und damit 84 bzw. 83 Runden gefahren. Eine leicht verrückte Aktion, die man aber sicher nie vergessen wird.