Maunz-Racing bei den iRacing 24h von Le Mans 2018

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Top 3 GTE Finish
An die iRacing 24h von Le Mans werden wir uns mit einem lachenden und einem weinenden Auge erinnern. Wir traten mit zwei Teams im Porsche und Ferrari GTE an.Im Porsche ging es im untersten Split zur Sache. Es lief erst soweit ok. Dann hatten wir einen kleinen Unfall, der uns 12 Minuten Reparatur einbrachte. Soweit nicht weiter tragisch bei einem 24 Stunden Rennen.

Doch die Nebenwirkungen holten uns etwa zwei Stunden später ein. Plötzlich ging uns der Motor hoch. Das bedeutete weitere 40 Minuten Reparatur und damit fielen wir auf den letzten Platz zurück. Zwischendurch kam noch ein Computerabsturz und ein 24h Disconnect dazwischen, die allerdings keine weiteren Schäden hinterließen. Ein paar kleinere Dreher und ein Gegner, der uns als Bremse benutzte kosteten nicht allzuviel Zeit und auch keine größeren Reparaturen. Wir hatten uns schon wieder etwas nach vorne gearbeitet als wieder der Rechner des Fahrers abstürzte. Das passierte auf der langen geraden und iRacing beförderte den Wagen mit hoher Geschwindigkeit in die Leitplanken.

Rund vier Stunden vor Schluss hatten wir damit 1,5 Stunden Reparatur zu beklagen. Da nun der letzte Platz sicher war, stellten wir den Wagen komplett ab. Kurz gesagt, Pleiten, Pech und Pannen, die trotz einer insgesamt guten Leistung aller Beteiligten, kein gutes Ergebnis zuließen. Selbst ohne den letzten Absturz wäre nur eine Top 30 Platzierung möglich gewesen.

Das geballte Pech des einen Teams, erlaubte dem Glück sich voll auf das andere Team zu konzentrieren. Nachdem einige Fahrer des Ferrari Teams in dieser Saison sehr viel Pech mit der Technik hatten und gute Ergebnisse dadurch verhindert wurden, konnten sie nun endlich ein gutes Ergebnis abliefern.

In Split 6 lieferten alle Beteiligten eine tadellose Leistung ab. Es wurde bis zur letzten Kurve noch um Platz 2 gekämpft, mit einem spannenden letzten Stint. Ein Vertreter der Gegner kam sogar noch in den Twitch Stream und bedankte sich für den tollen Kampf um Platz 2. Das ist der wahre Geist der 24h. Sehr schön sowas zu erleben. Am Ende fehlte eine Runde und es kam ein verdienter dritter Platz heraus.

Wie man sieht, geht es bei Endurance Rennen vor allem darum, keine Fehler zu machen. Eine weitere Erkenntnis ist, dass man heutzutage selbst im untersten Split halbwegs schnell sein muss und sich nicht darauf verlassen kann, dass dort alle crashen oder total langsam sind. Als Maunz-Racing letztes Jahr in die erste Langstrecken Saison ging und in Daytona im untersten Split antraten, war das noch etwas anders. Seitdem scheint sich die Qualität der Fahrer schon verbessert zu haben. Auch das SOF ist ingesamt etwas höher. Am Start waren auch alle super vorsichtig. Was insgesamt für iRacing spricht. Mir ist zwar nicht ganz klar, wie die Gewinner des Splits dort reingekommen sind, denn die hatten einen Fahrer mit 2,8k, zwei mit über 3k und einen mit über 4k iRating im Auto und sollten eigentlich in einem höheren Split gelandet sein.

Zusammenfassend lässt sich sagen, eine insgesamt gute Leistung vom gesamten Team. Leider etwas Pech auf der einen Seite und ein verdienter dritter Platz auf der anderen.