Rennbericht iRacing Bathurst 12h 2018

Veröffentlicht von

MAUNZ-RACING nahm zum ersten Mal an den iRacing Bathurst 12h teil. Die Strecke ist gefürchtet für ihre anspruchsvolle Streckenführung, eingebettet in Mauern, die keinen Platz für Fehler bietet.

Wir hatten ja schon damit gerechnet, dass es ein hartes Rennen wird und fuhren auch gehostete Rennen um ein Gefühl für die Situation zu bekommen. Dass es so schlimm wird hat aber wohl niemand erahnt.

Nach mehreren kleinen Fehlern mit großer Wirkung und viel Pech mussten wir nacheinander alle drei Wagen abstellen. Aber so schnell kriegt man uns nicht klein. 😀 Wir waren uns einig, dass wir es mit der Erfahrung direkt nochmal versuchen wollten und so sammelten wir alle, die noch Zeit und Lust hatten in zwei Wagen und meldeten uns zum zweiten Rennen um zwei Uhr Nachts an.
Diesmal überlebten wir. Zwar etwas zerknittert, aber wir hielten uns wacker und konnten schließlich im Ferrari 488 GT3 den 8. Platz im 3. Split und im Audi R8 LMS GT3 den 14. Platz im 2. Split sichern.

Was wir aus diesem Rennen mitnehmen ist, vor allem, dass man Bathurst niemals unterschätzen sollte. Man braucht hier nicht nur Können, sondern auch noch eine Portion Glück. Wenn hinter einer Kurve plötzlich eine Straßenblockade erscheint, dann hat man nur die Wahl zwischen Mauer oder einem anderen Auto in das man reinfahren kann. Am Ende war weniger als die Hälfte der angetretenen Teams nicht mehr im Rennen. Teams die eben noch auf Podiumskurs waren, standen plötzlich eine Stunde an der Box für Reparaturen und fielen somit weit zurück, während andere stetig aufholten, indem sie sicher(er) fuhren. Außerdem scheint bewiesen, dass Australier die Strecke bedeutend besser beherrschen. 😛 Jedenfalls schien es so, als wenn die anderen Fahrer in den Rennen zu moderaten australischen Zeiten wesentlich besser waren.

Im Prinzip ist bei diesem Rennen das Ankommen schon so viel Wert wie der Sieg selbst. Von daher Gratulation an die Sieger und alle Teams, die 12 Stunden durchgehalten haben. Wir mussten beim ersten Mal hartes Lehrgeld bezahlen, konnten uns aber die Erfahrung zunutze machen und stärker zurückkommen. Dafür, dass es für alle das erste Langstreckenrennen auf diesem Kurs war, haben wir uns am Ende sehr gut geschlagen und gezeigt, dass wir uns auch durch Rückschläge nicht entmutigen lassen. Ein großes Dankeschön an alle die mitgemacht haben!

Wir freuen uns schon auf die 12 Stunden von Sebring, wo wir letztes Jahr den dritten Platz herausfahren konnten.