iRacing RallyCross

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In Woche 13 der Saison 4 2017 brachte iRacing das lange angekündigte Update raus, das uns RallyCross brachte. Dirt Oval gibt es ja nun schon etwas länger und ich konnte mich damit eigentlich nie so wirklich anfreunden. Entsprechend skeptisch war ich nun bei der Road Variante. Es stehen zwei Wagen zur Verfügung. Der Ford Fiesta RS WRC und der VW Beetle GRC. Letzterer ist frei für alle. Die Strecken sind Teile von Ovalkursen und mit Daytona in der 2007er Variante ebenfalls frei für alle. Wer sowieso Oval fährt, wird sicher die meisten Strecken schon besitzen.

Was RallyCross besonders macht ist das Konzept des HEAT Racings. Es werden zwei kurze HEAT Rennen gefahren, in denen man sich für das Hauptrennen Qualifizieren kann. Unter denen, die es nicht direkt ins Finale geschafft haben, gibt es dann nochmal ein Ausscheidungsrennen um die letzten Plätze im Finalrennen. Das Finalrennen selbst ist 10 Runden lang. Dazu gibt es noch die Jokerlap, wo man eine Abkürzung nimmt. Man muss diese Runde machen, der Zeitpunkt ist allerdings dem Fahrer selbst überlassen. Dadurch kommt zumindest ein kleines strategisches Element hinzu, da es durch die Kürze der Rennen, eher darauf ankommt einfach so schnell wie möglich zu fahren, niemand muss Benzin oder Reifen schonen.

Da in der Woche 13 für mich nichts interessantes zu fahren war und ich die meisten Strecken schon hatte, habe ich es mal ausprobiert. Und wider erwarten hat es mir sogar gefallen. Die kurzen Rennen machen es extrem spannend und bestrafen jeden kleinen Fehler. Wie zu erwarten, kam es am Anfang quasi permanent zu Kollisionen, zudem waren alle iRating mäßig auf dem selben Niveau, was dazu führte, dass die Starterfelder extrem unausgeglichen waren. Das hat sich im Laufe der Woche schon deutlich verbessert. Die Anzahl der insgesamt fürs Rennen angemeldeten Fahrer kam teilweise der 1000 sehr nahe. Etwas was man sonst nur bei Großevents wie den 24h von Le Mans sieht.

Für iRacing war es sicher ein voller Erfolg. Dazu muss man sagen, egal ob man das Format nun mag oder nicht, die technische Umsetzung ist äußerst gelungen. Es gab noch einen kleinen Hotfix, aber im Großen und Ganzen, war das ein äußerst gelungener Start. Alles hat funktioniert, und wenn es was zu meckern gab, dann höchstens in kleinen Details, die recht schnell zu fixen sind.

Wie es weitergeht wird man sehen. Bald startet die Saison 1 2018 und ich bin gespannt welche Serien iRacing in den verschiedenen Lizenzklassen anbieten wird und wie diese sich unterscheiden. RallyCross wird sicher keine Serie werden, die ich hauptsächlich fahre, aber ein Rennen mal hier und da zwischendurch ist auf jeden Fall drin.