DTM in Zandvoort

Veröffentlicht von

Das letzte DTM Wochenende in Zandvoort bot einige Rennaction. Für manche Geschmäcker schon fast zuviel. Da wurde vor Körperkontakt nicht zurückgeschreckt und so mancher von der Strecke gerempelt. Tourenwagensport ist Kontaktsport. Das war schon immer so und wird auch hoffentlich so bleiben. Man muss natürlich aufpassen, dass man sich nur anlehnt und nicht die Kollegen einfach von der Straße rammt. Aber genau sowas wollen wir sehen. Einige Aktionen waren wohl etwas übertrieben, da ist noch ein wenig feintuning nötig. Man sollte die Piloten aber jetzt nicht ganz zurück pfeifen. Die sehr zurückhaltenden Rennkommissare haben die Sache zumindest unterstützt. Es gab nur eine Strafe und die war auch berechtigt.

Einziger Wermutstropfen, die Angriffsverbote unter den Markenkollegen. Hier kommt der Charakter der DTM als Herstellerserie deutlich hervor. Da wird strategisch gehandelt und die Piloten mit den meisten Punkten nach vorne bugsiert, während andere nicht überholen dürfen. Wenn dann noch die ersten sieben Plätze von einer Marke gehalten werden, ist wenig Action zu erwarten. Das gleiche passierte am Norisring mit Mercedes. Das sollte auch eine Warnung an die Formel 1 sein, die Serie zu einer reinen Herstellerserie zu machen und die unabhängigen Teams endgültig finanziell ausbluten zu lassen.

Was aber durchaus zu überlegen wäre, wäre noch ein kürzeres Sprintrennen am Samstag, ohne Boxenstop. Denn dann wird kompromisslos gefahren, denn man muss nicht sparen und strategisch gibt es da nichts zu holen. Wer nach vorne kommen will muss das auf der Strecke tun.

Insgesamt läuft die DTM aber in die richtige Richtung, Strafen nur bei besonders harten Fällen und ansonsten freie Fahrt mit tollen Zweikämpfen.